Mondkalender  

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Manche ländlichen Zeitgenossen vertrauen den Wetter- oder Bauernregeln, die meist an bestimmte Jahrestage geknüpft sind. Oft auch mit besonderen Namenstagen und Schutzheiligen in Verbindung gebracht werden. Deshalb sind sie auch im katholischen Oberland stärker verbreitet als bei uns.
Meistens weisen viele Wetterregeln in dieselbe Richtung, manchmal widersprechen sie sich auch.
Was tut’s. Auf jeden Fall entsprangen sie langer Naturbeobachtung. Einige markante Wetterregeln werden hier wiedergeben:

Januar  Januar warm – dass Gott erbarm, 
Ist der Januar gelind -, braust im Frühjahr Schnee und Wind. 
Ist er aber trüb und nass - dann bleibt leer des Winzers Fass. 
Wenn im Januar die Schnaken geigen - müssen sie im Märzen schweigen. 
Ist’s um Dreikönig hell und klar - gibt’s viel Wein in diesem Jahr.
Februar  Singt die Lerch’ im Februar hell, geht’s dem Bauern an das Fell. 
Viel Regen im Februar – viel Sonne das ganze Jahr. 
Schaltjahr – Kaltjahr! 
Auf das kannst du zählen zu jeder Zeit - dass es am 30. Februar nicht schneit! 
Sonnt sich die Katz’ im Februar – friert sie im März trotz Pelz und Haar. 
März  Auf Märzenregen - folgt kein Sommersegen. 
Märzen kalt und Sonnenschein – bringt eine gute Ernte ein. 
Wenn der März maielet – dann märzelet der Mai. 
Märzen trocken, April nass – füllt dem Bauer Scheuer und Fass. 
Dem Golde gleicht der Märzenstaub – er bringt Obst und Gras und Laub.
April  Mondhelle Nächte im April - schaden der Baumblüte viel. 
Wenn es an Karfreitag regnet – ist das ganze Jahr gesegnet. 
Gründonnerstag weiß – Sommer heiß. 
Karfreitagsregen – kommt ungelegen. 
April windig und trocken – bringt s’ Wachstum ins stocken. 
Aprilwetter und Frauensinn – veränderlich von Anbeginn.
Mai  Mai kühl und nass – füllt Scheuer und Fass. 
Pankraz - Servaz - Bonifaz und die Kalte Sophie – vorher lach’ nie! 
Wenn im Mai die Bienen schwärmen – kann der Züchter tüchtig lärmen. 
Erst Mitte Mai – ist der Winter vorbei. 
Wie das Wetter am Himmelfahrtstag – so der ganze Herbst sein mag.
Juni  Kalter Juniregen – bringt Wein und Honig keinen Segen. 
Juni trocken, mehr als nass – füllt mit gutem Wein das Fass. 
Soll Feld und Garten wohl gedeihn – dann braucht’s im Juni Sonnenschein.
Juli Im Juli muss vor Hitze braten – was im September soll geraten. 
Wird der Juli trocken sein – kannst hoffen du auf guten Wein. 
Wenn die Schwalben jetzt schon ziehn – sie vor der baldigen Kälte fliehn. 
Bienenschwärme im Juli – lohnen kaum des Imkers Müh’. 
Hört der Juli mit Regen auf – geht oft ein Teil der Ernte drauf.
August  Der August muss Hitze haben - sonst wird der Obstsegen begraben. 
Viel August-Sonnenschein - bringt sicher guten Wein. 
Fängt der August mit Donnern an – er’s bis zum End nicht lassen kann. 
Je dicker der Regen im August – desto dünner wird der Most. 
Im August viel Tau – macht den Himmel blau.
September  Septemberwetter warm und klar – verheißt ein gutes nächstes Jahr. 
An Michaeli (29. September) – kauft man gut Vieh. 
Späte Rosen im Garten – lassen den Winter warten. 
Wenn im September viel Spinnen kriechen – sie den harten Winter riechen. 
Sitzt die Birne fest am Stiel – bringt der Winter Kälte viel.
Oktober  Ist der Oktober warm bestallt – wird der Februar recht kalt. 
Oktober und März - gleichen sich allerwärts. 
Oktobersonne kocht den Wein – und füllt auch große Körbe ein. 
Bleibt im Oktober das Laub am Ast – viel Ungeziefer du zu fürchten hast. 
Oktoberhimmel voll Stern – hat den warmen Ofen gern.
November  Novemberwasser auf den Wiesen – lässt im Lenz das Gras ersprießen. 
Schneit’s im November gleich – so wird der Winter weich. 
Ist der November kalt und klar - wird trüb und mild der Januar. 
Je mehr Schnee im November fällt – umso fruchtbringender ist das Feld. 
Martini schlachtet man ein Schwein – es muss um Lichtmess ’gessen sein.
Dezember  Sturm im Dezember und Schnee - schreit der Bauer juchhe. 
Fließt im Dezember noch Birkensaft - kriegt der Winter keine Kraft. 
Dezember dunkel, nicht sonnig und klar 
verheißt ein gutes, fruchtbares Jahr - Ein nasser macht es unfruchtbar! 
Wenn der Dezember nicht wintern tut - so wird der Sommer selten gut.

 

 

   
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